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3/2020: Open Issue
Flüchtlingsboot vor dem Kölner Dom, Mai 2016

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Liebe Leserinnen und Leser,

das Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) hat ein zweijähriges Redaktionsvolontariat ausgeschrieben (Kalenderjahre 2022/23), das eine Mitarbeit an den verschiedenen Online-Portalen und im Bereich Wissenstransfer/Public History ermöglicht. Bewerbungsschluss ist am 6. Oktober 2021; für nähere Angaben siehe hier.

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Gerhard Hirschfeld, von 2003 bis 2020 Mitglied des Beirats der »Zeithistorischen Forschungen«, wird am 19. September 75 Jahre alt. Die Redaktion gratuliert ganz herzlich und dankt bei dieser Gelegenheit noch einmal für die langjährige engagierte Unterstützung!

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Der Schriftsteller Stanisław Lem (1921–2006) wäre am 12. September 100 Jahre alt geworden. Seine zahlreichen Romane und Essays, die Technikutopien und fantastische Welten schildern, sind aus dem Polnischen in über 50 Sprachen übersetzt worden und in Millionenauflagen verbreitet. Doch über Lems Biographie, das Verhältnis zwischen Leben und Werk sowie über Lems erfahrungsgestützte historische Anthropologie ist zumindest in Deutschland bisher wenig bekannt. Jutta Braun erinnert an diesen originellen Autor jetzt sehr anschaulich und eindringlich in unserer Rubrik »Neu gelesen«. Ihr Beitrag ist eine Vorab-Veröffentlichung aus dem Heft 1/2021, das sich im Themen-Teil mit »Nostalgie« beschäftigen wird.

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Der 20. Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001 hat durch die aktuellen Ereignisse in Afghanistan zusätzliche Bedeutungsschichten erhalten und wirft neue Fragen auf. Zum Vergleich lohnt es sich, noch einmal nachzulesen, wie Manfred Berg in unserer Zeitschrift den möglichen Zäsurcharakter von »9/11« zum 10. Jahrestag 2011 eingeschätzt hat.

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Vor 25 Jahren, am 24. September 1996, starb die Frankfurter Fotografin Abisag Tüllmann. Seit Oktober 2020 ist ihr beeindruckendes Werk auf einer Website zugänglich, die die bpk-Bildagentur der Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit Unterstützung der Abisag Tüllmann Stiftung aufgebaut hat. Den Leserinnen und Lesern der »Zeithistorischen Forschungen« ist Abisag Tüllmann nicht unbekannt: Wir haben bereits mehrfach Fotos von ihr verwendet, unter anderem für die Cover von Heft 3/2016 (»Der Wert der Dinge«) und Heft 2/2011 (»Politik und Kultur des Klangs im 20. Jahrhundert«).

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Am 11. September 2021 wurde Klaus Theweleit mit dem Theodor-W.-Adorno-Preis der Stadt Frankfurt am Main ausgezeichnet. Zu seinen Hauptwerken gehört das zweibändige Erfolgsbuch »Männerphantasien« von 1977/78, das Sven Reichardt in einem vielbeachteten Aufsatz von 2006 näher vorgestellt und historiographisch eingeordnet hat.

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Zum 1. September 2021 hat Christiane Reinecke, Redaktionsmitglied und mehrfach Autorin der »Zeithistorischen Forschungen«, eine Professur für Neuere und Neueste Europäische Geschichte am Seminar für Geschichte und Geschichtsdidaktik der Europa-Universität Flensburg angetreten. Wir gratulieren und wünschen einen guten Start!

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Am 14. August 2021 feierte Konrad H. Jarausch, maßgeblicher Mitinitiator und bis heute Mitherausgeber dieser Zeitschrift, in den USA seinen 80. Geburtstag. Die Redaktion gratuliert sehr herzlich und wünscht weiter alles Beste! Konrad H. Jarauschs eigene Beiträge in den »Zeithistorischen Forschungen« finden Sie hier; seine Bedeutung für die Existenz und das Profil der Zeitschrift reicht aber weit darüber hinaus – wir sind ihm sehr dankbar für die langjährige gute Zusammenarbeit. Zu seinen zahlreichen Buchpublikationen wird im Herbst ein neuer Band hinzukommen: »Embattled Europe: A Progressive Alternative« (Princeton UP). Zur wichtigen Rolle von Konrad H. Jarausch im Rahmen der verschiedenen Publikationsforen von Clio-online siehe auch die Redaktionsnotiz bei H-Soz-Kult. In der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung« hat René Schlott, wissenschaftlicher Mitarbeiter am ZZF Potsdam, den Jubilar gewürdigt.

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Der Verein der Freunde und Förderer des ZZF Potsdam vergibt seit 2017 jährlich den Zeitgeschichte-digital-Preis. Gewürdigt werden bis zu zwei Beiträge, die im jeweils vorangegangenen Kalenderjahr in den Online-Portalen des ZZF veröffentlicht wurden. Die besten Beiträge des Jahres 2020 werden am 11. November 2021 ausgezeichnet. Die Liste der zwölf nominierten Beiträge, darunter drei aus den »Zeithistorischen Forschungen«, gibt es hier.

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Das aktuelle Heft ist für Redaktion, Herausgeber, Beirat und Verlag kein ganz gewöhnliches: Seit der Gründung der »Zeithistorischen Forschungen« (2003/04) ist es die 50. Ausgabe insgesamt (eine Galerie aller Cover finden Sie hier). Nach 17 Jahrgängen unserer Zeitschrift ist dies vielleicht nicht direkt ein Jubiläum, aber doch ein schöner Anlass für einen kleinen Rück- und Ausblick, verbunden mit einem großen Dank an alle Beteiligten, insbesondere an die Autorinnen und Autoren von bisher weit über 600 Beiträgen!

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Die Diskussion um Impfungen als individuell-körperliche, aber auch soziale Interventionen hat derzeit (wieder) eine besondere Aktualität. Zur Vorgeschichte solcher Debatten, die im deutsch-deutschen Fall auch eng mit der Systemkonkurrenz im Kalten Krieg zusammenhingen, siehe den Aufsatz von Malte Thießen aus unserem früheren Themenheft 3/2013 (»Zeitgeschichte der Vorsorge«). Gemeinsam mit Hartmut Berghoff hat Malte Thießen zuletzt das Themenheft 2/2020 herausgegeben (»Gesundheitsökonomien«).

Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie findet zudem das Patentrecht ein gesteigertes Interesse. Zeithistorische Hintergründe zur Geschichte und Bedeutung des geistigen Eigentums in der bundesdeutschen Pharmaindustrie liefert ein Aufsatz von Robert Bernsee aus dem genannten Themenheft »Gesundheitsökonomien«.

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In der erweiterten Suche können Sie nicht nur jeweils einzeln nach bestimmten Autorinnen und Autoren, nach Stichworten oder Themen recherchieren, sondern können thematische, geographische und chronologische Suchkriterien auch miteinander verknüpfen. Ebenfalls möglich ist natürlich die Suche nach Heften im Archiv und die Suche in einzelnen Registern (Autoren-, Rubriken-, Schlagwortregister). Für die Rubrik »Neu gelesen« gibt es ein eigenes detailliertes Register.

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Ergänzend zu den Originalbeiträgen der »Zeithistorischen Forschungen« bieten wir inzwischen rund 300 »digitale Reprints« an (thematisch passende Aufsätze oder Buchkapitel, die anderswo erschienen sind). Auf dem Dokumentenserver des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung sind diese Texte übersichtlich nachgewiesen, sortiert nach Themen und Ausgaben. Siehe hier.

New Reprints

Materialien zum Thema des Heftes 2/2015

  • Das operative Foto. Entstehung, Funktion und Überlieferung der Bilderwelt des MfS

Materialien zum Thema des Heftes 2/2018

  • Gewaltwahrnehmung. Für eine andere Geschichte der Gewalt im 20. Jahrhundert

Materialien zum Thema des Heftes 2/2012

  • Der vergessene »Brotkasten«. Neue Forschungen zur Sozial- und Kulturgeschichte des Heimcomputers

Materialien zum Thema des Heftes 3/2009

  • Große Männerbücher. Annäherungen an das historische „Crossover Book“

Materialien zum Thema des Heftes 3/2018

  • Flüchtlingslager: Im Spannungsverhältnis zwischen Schutz, Macht und Agency

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Issue 2/2021: World – Hunger – Aid

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Issue 3/2021: Masculinities