Aktuell

Liebe Leserinnen und Leser,

passend zum Deutschen Historikertag ist in der Podcast-Reihe des ZZF Anfang Oktober ein neuer Beitrag ins Netz gekommen (Folge 7): »Zeitgeschichte digital über das Forschen und Publizieren im Internet«. Tim Schleinitz hat die Redakteur:innen der Online-Portale des ZZF, Christine Bartlitz, Annette Schuhmann und Jan-Holger Kirsch, zu ihren Erfahrungen mit dem digitalen Publizieren und zu ihren Ideen für die Weiterentwicklung der Publikationsformate befragt.

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Der Verein der Freunde und Förderer des ZZF Potsdam vergibt seit 2017 jährlich den Zeitgeschichte-digital-Preis. Ausgewählt werden bis zu zwei Beiträge, die im jeweils vorangegangenen Kalenderjahr in den Online-Portalen des ZZF veröffentlicht wurden. Die besten Beiträge des Jahres 2020 werden am 11. November 2021 ausgezeichnet. Die Liste der zwölf nominierten Beiträge, darunter drei aus den »Zeithistorischen Forschungen«, gibt es hier.

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Zum 80. Geburtstag des US-amerikanischen Musikers Paul Simon am 13. Oktober: Lesen Sie aus unserem Archiv Detlef Siegfrieds Aufsatz über die Kontroverse um Paul Simons Album »Graceland« (1986) vor dem Hintergrund des Kulturboykotts gegen das südafrikanische Apartheid-Regime. Da »Aporien des Kulturboykotts« heute in anderen Konstellationen erneut diskutiert werden, ist der Beitrag von besonderer Aktualität.

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Gerhard Hirschfeld, von 2003 bis 2020 Mitglied des Beirats der »Zeithistorischen Forschungen«, ist am 19. September 75 Jahre alt geworden. Die Redaktion gratuliert ganz herzlich und dankt noch einmal für die langjährige engagierte Unterstützung!

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Vor 75 Jahren, am 30. September und 1. Oktober 1946, wurden die Urteile im Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess verkündet. Lesen Sie zu den Nürnberger Prozessen die Beiträge von Kim Christian Priemel (ausgezeichnet mit dem Zeitgeschichte-digital-Preis 2020) und Kerstin von Lingen.

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Vor 25 Jahren, am 24. September 1996, starb die Frankfurter Fotografin Abisag Tüllmann. Seit Oktober 2020 ist ihr beeindruckendes Werk auf einer Website zugänglich, die die bpk-Bildagentur der Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit Unterstützung der Abisag Tüllmann Stiftung aufgebaut hat. Den Leserinnen und Lesern der »Zeithistorischen Forschungen« ist Abisag Tüllmann nicht unbekannt: Wir haben bereits mehrfach Fotos von ihr verwendet, unter anderem für die Cover von Heft 3/2016 (»Der Wert der Dinge«) und Heft 2/2011 (»Politik und Kultur des Klangs im 20. Jahrhundert«).

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Zum 1. September 2021 hat Christiane Reinecke, Redaktionsmitglied und mehrfach Autorin der »Zeithistorischen Forschungen«, eine Professur für Neuere und Neueste Europäische Geschichte am Seminar für Geschichte und Geschichtsdidaktik der Europa-Universität Flensburg angetreten.

Und gleich noch eine Berufung einer Redaktionskollegin, der wir gratulieren und einen guten Start wünschen: Zum 1. Oktober 2021 hat Stefanie Middendorf die Professur für Neueste Geschichte/Zeitgeschichte am Historischen Seminar der Friedrich-Schiller-Universität Jena übernommen.

Nina Verheyen, ebenfalls Redaktionsmitglied und Autorin, vertritt ab Oktober 2021 für ein Jahr den Lehrstuhl Transnationale Geschichte des 19. Jahrhunderts an der Ruhr-Universität Bochum.

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Am 14. August 2021 feierte Konrad H. Jarausch, maßgeblicher Mitinitiator und bis heute Mitherausgeber dieser Zeitschrift, in den USA seinen 80. Geburtstag. Die Redaktion gratuliert sehr herzlich und wünscht weiter alles Beste! Konrad H. Jarauschs eigene Beiträge in den »Zeithistorischen Forschungen« finden Sie hier; seine Bedeutung für die Existenz und das Profil der Zeitschrift reicht aber weit darüber hinaus – wir sind ihm sehr dankbar für die langjährige gute Zusammenarbeit. Zu seinen zahlreichen Buchpublikationen ist im Herbst jetzt ein neuer Band hinzugekommen: »Embattled Europe: A Progressive Alternative« (Princeton UP). Zur wichtigen Rolle von Konrad H. Jarausch im Rahmen der verschiedenen Publikationsforen von Clio-online siehe auch die Redaktionsnotiz bei H-Soz-Kult. In der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung« hat René Schlott, wissenschaftlicher Mitarbeiter am ZZF Potsdam, den Jubilar gewürdigt.

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Die Diskussion um Impfungen als individuell-körperliche, aber auch soziale Interventionen hat derzeit (wieder) eine besondere Aktualität. Zur Vorgeschichte solcher Debatten, die im deutsch-deutschen Fall auch eng mit der Systemkonkurrenz im Kalten Krieg zusammenhingen, siehe den Aufsatz von Malte Thießen aus unserem früheren Themenheft 3/2013 (»Zeitgeschichte der Vorsorge«). Gemeinsam mit Hartmut Berghoff hat Malte Thießen zuletzt das Themenheft 2/2020 herausgegeben (»Gesundheitsökonomien«).

Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie findet zudem das Patentrecht ein gesteigertes Interesse. Zeithistorische Hintergründe zur Geschichte und Bedeutung des geistigen Eigentums in der bundesdeutschen Pharmaindustrie liefert ein Aufsatz von Robert Bernsee aus dem genannten Themenheft »Gesundheitsökonomien«.

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In der erweiterten Suche können Sie nicht nur jeweils einzeln nach bestimmten Autorinnen und Autoren, nach Stichworten oder Themen recherchieren, sondern können thematische, geographische und chronologische Suchkriterien auch miteinander verknüpfen. Ebenfalls möglich ist natürlich die Suche nach Heften im Archiv und die Suche in einzelnen Registern (Autoren-, Rubriken-, Schlagwortregister). Für die Rubrik »Neu gelesen« gibt es ein eigenes detailliertes Register.

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Ergänzend zu den Originalbeiträgen der »Zeithistorischen Forschungen« bieten wir inzwischen rund 300 »digitale Reprints« an (thematisch passende Aufsätze oder Buchkapitel, die anderswo erschienen sind). Auf dem Dokumentenserver des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung sind diese Texte übersichtlich nachgewiesen, sortiert nach Themen und Ausgaben. Siehe hier.

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Zum 50. Jahrestag der Ereignisse von 1968 und der 68er-Bewegung haben wir unsere Bibliographie neuerer Literatur zu diesem Themenkomplex mehrfach aktualisiert (Stand 28. Oktober 2019, Publikationsjahre 20052019). Die inzwischen 50-seitige Materialsammlung umfasst neben einschlägigen Büchern auch Nachweise von Rezensionen aus Zeitungen und Fachzeitschriften.

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Der Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) sowie die Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) haben gemeinsam ein Gutachten zur Nutzung audiovisueller Zeugnisse in der Wissenschaft und den damit verbundenen Urheberrechtsfragen in Auftrag gegeben, das im September 2015 veröffentlicht wurde. Es enthält eine ausführliche Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Situation und ihrer Probleme; gefordert wird die Einführung einer allgemeinen, an den praktischen Bedürfnissen von Forschung und Lehre orientierten Wissenschaftsschranke.

Das Gutachten kann bei der Orientierung in vielen Fragen helfen, die sich auch der Redaktion und den Autorinnen und Autoren dieser Zeitschrift immer wieder stellen. Vor allem aber ist zu hoffen, daß es weite Verbreitung findet, eine Grundlage für weitere Diskussionen liefert und letztlich zu Verbesserungen der gesetzlichen Vorgaben führt.

Mit besten Grüßen der Redaktion und der Herausgeber
Jan-Holger Kirsch