Aktuell

Liebe Leserinnen und Leser,

zum Krieg in der Ukraine verweisen wir auf die aktuellen Texte und Materialien bei zeitgeschichte | online und H-Soz-Kult.
Möge dieser entsetzliche Krieg rasch enden!

Vor 40 Jahren, am 24. April 1982, gewann die Sängerin Nicole mit ihrem Lied »Ein bißchen Frieden« den Eurovision Song Contest. In unserer Rubrik »Neu gehört« hat Philipp Gassert 2012 über dieses Ereignis und seine historischen Kontexte geschrieben.

Wie das Flüchtlingshilfswerk UNHCR im Mai 2022 meldete, sind global betrachtet mehr als 100 Millionen Menschen auf der Flucht – eine höhere Zahl als je zuvor. Außer der Ukraine gibt es bekanntlich noch viele weitere Kriegs- und Krisengebiete. Daher bleibt die Flucht- und Flüchtlingsforschung auch ein wichtiger Schwerpunkt der Zeitgeschichte. Siehe dazu unser Themenheft 3/2018 (»Flucht als Handlungszusammenhang«). Der jährliche Weltflüchtlingstag am 20. Juni lenkt die Aufmerksamkeit ebenfalls erneut auf dieses Thema.

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Vor 100 Jahren, am 24. Juni 1922, wurde Reichsaußenminister Walther Rathenau in Berlin ermordet. Martin Sabrow, Mitherausgeber dieser Zeitschrift, geht in seinem neuen Buch den Hintergründen der Gewalttat nach: »Der Rathenaumord und die deutsche Gegenrevolution«.

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Vor 50 Jahren, am 8. Juni 1972, machte der vietnamesische Fotograf Nick Ut ein Bild des damals neunjährigen Mädchens Kim Phúc, das zu einem Symbol für die Schrecken des Vietnamkrieges wurde. In einem Aufsatz für unsere Zeitschrift hat Gerhard Paul die Entstehungs- und Verbreitungsgeschichte dieses Fotos analysiert, einschließlich der mit ihm verbundenen Mythen und Legenden. Diese exemplarische Fallstudie der Visual History, im Heft 2/2005 veröffentlicht, war auch 2021/22 wieder der am häufigsten aufgerufene Beitrag aus unserem Heftarchiv.

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Seit 1972 wird jährlich am 5. Juni der World Environment Day als internationaler Aktionstag begangen. Beiträge unserer Zeitschrift zur Geschichte der Umwelt und des Umweltschutzes finden Sie hier.

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Das aktuelle Themenheft »Welt – Hunger – Hilfe« stellt zeithistorische Konzepte, Praktiken und Lernprozesse der Versorgung, Hungerhilfe und -prävention ins Zentrum. Ein besonderes Interesse gilt dabei den sich wandelnden Wissensordnungen über Ernährung und Hungerprävention. Die Untersuchung Internationaler Organisationen, transnational vernetzter NGOs, nationaler Regierungen und lokaler Akteure eröffnet einen differenzierten Blick auf jene Orte und politischen Bühnen, auf denen Wissen akkumuliert, Konzepte ausgehandelt, Praktiken erprobt und Lernprozesse reflektiert wurden, um neue Maßnahmen internationaler Versorgung, Hungerhilfe und -prävention im 20. Jahrhundert zu entwickeln. Die Beiträge adressieren drei große geschichtswissenschaftliche Forschungsfelder und verschränken zentrale Themen der Zeitgeschichte miteinander: die Geschichte des Humanitarismus, die Geschichte Internationaler Organisationen und zivilgesellschaftlicher Akteure sowie die Geschichte von Ernährung und Versorgung im Zeitalter der Ideologien. Das Heft diskutiert somit den Einfluss staatlicher und nichtstaatlicher Akteure auf globale Politik und neue Formen globaler Governance, auf Nahrungsmittelmärkte und internationale Standardisierungsprozesse sowie auf dominierende Modelle im Gesundheits-, Entwicklungs- und Ernährungsbereich.

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Michael Wildt, Beiratsmitglied dieser Zeitschrift und Professor für deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert mit Schwerpunkt Nationalsozialismus an der Humboldt-Universität zu Berlin, hat passend zum Gedenktag am 27. Januar ein umfangreiches neues Buch veröffentlicht: »Zerborstene Zeit. Deutsche Geschichte 1918 bis 1945«.

Stefanie Middendorf, Redaktionsmitglied unserer Zeitschrift und seit Oktober 2021 Professorin für Neueste Geschichte/Zeitgeschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, hat Ende 2021 ihre Habilitationsschrift als Buch veröffentlicht:  »Macht der Ausnahme. Reichsfinanzministerium und Staatlichkeit (1919–1945)«.

Christiane Reinecke, ebenfalls Redaktionsmitglied und seit September 2021 Professorin für Neuere und Neueste Europäische Geschichte an der Europa-Universität Flensburg, ist Mitherausgeberin des neuen »Inventars der Migrationsbegriffe« (im Aufbau; eine parallele Buchfassung ist für April 2023 angekündigt). Beiträge der »Zeithistorischen Forschungen« zum Themenfeld Migration gibt es hier.

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Die Diskussion um Impfungen als individuell-körperliche, aber auch soziale Interventionen hat derzeit (wieder) eine besondere Aktualität. Zur Vorgeschichte solcher Debatten, die im deutsch-deutschen Fall auch eng mit der Systemkonkurrenz im Kalten Krieg zusammenhingen, siehe den Aufsatz von Malte Thießen aus unserem früheren Themenheft 3/2013 (»Zeitgeschichte der Vorsorge«). Gemeinsam mit Hartmut Berghoff hat Malte Thießen zuletzt das Themenheft 2/2020 herausgegeben (»Gesundheitsökonomien«).

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Der Verein der Freunde und Förderer des ZZF Potsdam vergibt seit 2017 jährlich den Zeitgeschichte-digital-Preis. Ausgewählt werden bis zu zwei Beiträge, die im jeweils vorangegangenen Kalenderjahr in den Online-Portalen des ZZF veröffentlicht wurden. Am 11. November 2021 wurden die besten Beiträge des Jahres 2020 ausgezeichnet (leider erneut nur als Online-Veranstaltung). Den ersten Preis erhielt diesmal Michael Homberg für seinen Aufsatz »Computerliebe. Die Anfänge der elektronischen Partnervermittlung in den USA und in Westeuropa« aus Heft 1/2020 der »Zeithistorischen Forschungen«. Herzlichen Glückwunsch! Nähere Hinweise und Fotos finden sich hier, die Laudationes für die Preisträger:innen hier. Die Preisverleihung für die besten Beiträge des Jahres 2021 soll am 27. Oktober 2022 stattfinden.

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Passend zum Deutschen Historikertag ist in der Podcast-Reihe des ZZF Anfang Oktober 2021 ein neuer Beitrag ins Netz gekommen (Folge 7): »Zeitgeschichte digital über das Forschen und Publizieren im Internet«. Tim Schleinitz hat die Redakteur:innen der Online-Portale des ZZF, Christine Bartlitz, Annette Schuhmann und Jan-Holger Kirsch, zu ihren Erfahrungen mit dem digitalen Publizieren und zu ihren Ideen für die Weiterentwicklung der Publikationsformate befragt.

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In der erweiterten Suche können Sie nicht nur jeweils einzeln nach bestimmten Autorinnen und Autoren, nach Stichworten oder Themen recherchieren, sondern können thematische, geographische und chronologische Suchkriterien auch miteinander verknüpfen. Ebenfalls möglich ist natürlich die Suche nach Heften im Archiv und die Suche in einzelnen Registern (Autoren-, Rubriken-, Schlagwortregister). Für die Rubrik »Neu gelesen« gibt es ein eigenes detailliertes Register.

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Ergänzend zu den Originalbeiträgen der »Zeithistorischen Forschungen« bieten wir inzwischen rund 300 »digitale Reprints« an (thematisch passende Aufsätze oder Buchkapitel, die anderswo erschienen sind). Auf dem Dokumentenserver des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung sind diese Texte übersichtlich nachgewiesen, sortiert nach Themen und Ausgaben. Siehe hier.

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Am 24. September 1996 starb die Frankfurter Fotografin Abisag Tüllmann. Seit Oktober 2020 ist ihr beeindruckendes Werk auf einer Website zugänglich, die die bpk-Bildagentur der Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit Unterstützung der Abisag Tüllmann Stiftung aufgebaut hat. Den Leserinnen und Lesern der »Zeithistorischen Forschungen« ist Abisag Tüllmann nicht unbekannt: Wir haben bereits mehrfach Fotos von ihr verwendet, unter anderem für die Cover von Heft 3/2016 (»Der Wert der Dinge«) und Heft 2/2011 (»Politik und Kultur des Klangs im 20. Jahrhundert«).

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Zum 50. Jahrestag der Ereignisse von 1968 und der 68er-Bewegung haben wir unsere Bibliographie neuerer Literatur zu diesem Themenkomplex mehrfach aktualisiert (Stand 28. Oktober 2019, Publikationsjahre 20052019). Die inzwischen 50-seitige Materialsammlung umfasst neben einschlägigen Büchern auch Nachweise von Rezensionen aus Zeitungen und Fachzeitschriften.

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Der Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) sowie die Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) haben gemeinsam ein Gutachten zur Nutzung audiovisueller Zeugnisse in der Wissenschaft und den damit verbundenen Urheberrechtsfragen in Auftrag gegeben, das im September 2015 veröffentlicht wurde. Es enthält eine ausführliche Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Situation und ihrer Probleme; gefordert wird die Einführung einer allgemeinen, an den praktischen Bedürfnissen von Forschung und Lehre orientierten Wissenschaftsschranke.

Das Gutachten kann bei der Orientierung in vielen Fragen helfen, die sich auch der Redaktion und den Autorinnen und Autoren dieser Zeitschrift immer wieder stellen. Vor allem aber ist zu hoffen, daß es weite Verbreitung findet, eine Grundlage für weitere Diskussionen liefert und letztlich zu Verbesserungen der gesetzlichen Vorgaben führt.

Mit besten Grüßen der Redaktion und der Herausgeber
Jan-Holger Kirsch