Aktuell

Liebe Leserinnen und Leser,

wir freuen uns, zwei neue Redaktionsmitglieder begrüßen zu dürfen: Stefanie Middendorf (Universität Halle-Wittenberg) und Matěj Spurný (derzeit Fellow am Imre Kertész Kolleg Jena). Herzlich willkommen!

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Zum 25-jährigen Jubiläum des Zentrums für Zeithistorische Forschung hat der Verein der Freunde und Förderer am 12. Oktober erstmals einen Zeitgeschichte digital-Preis vergeben. Ausgezeichnet wurde zum einen Harriet Scharnberg für ihren vielbeachteten Aufsatz über die Rolle der Bildagentur Associated Press im Nationalsozialismus (ZF 1/2016). Ebenfalls ausgezeichnet wurde Gerhard Paul für einen Beitrag auf dem Portal Visual History. Den Leserinnen und Lesern der »Zeithistorischen Forschungen« ist Gerhard Paul natürlich auch kein Unbekannter – seine Aufsätze für diese Zeitschrift können Sie hier nachlesen. Eine Presseinformation zur Preisverleihung gibt es hier. Herzlichen Glückwunsch!

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Am 20. Oktober 1917, vor 100 Jahren, wurde der spätere Résistance-Kämpfer, Diplomat und Schriftsteller Stéphane Hessel in Berlin geboren. Er verstarb im Alter von 95 Jahren 2013 in Paris. Noch 2010/11 hatte er mit seinem Essay »Empört Euch!« große internationale Aufmerksamkeit erzeugt. Lesen Sie über Hessel, seine politische Streitschrift und die Kontexte der französischen Geschichtskultur Anne Kwaschiks Beitrag (ZF 1/2011).

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Am 8. Oktober 1992, vor 25 Jahren, starb der ehemalige Bundeskanzler und SPD-Vorsitzende Willy Brandt (1913–1992). Lesen Sie in unserem Archiv Scott H. Krauses Beitrag über Brandts autobiographisches Buch »Mein Weg nach Berlin/My Road to Berlin«, das 1960 parallel auf Deutsch und auf Englisch erschien (ZF 1/2017), sowie Daniela Münkels Aufsatz über Brandt, die USA und die Medien (ZF 2/2004).

Laut einer Pressemitteilung der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung vom 11. Oktober erhält Scott H. Krause für seine Dissertation »Outpost of Freedom« den diesjährigen Willy-Brandt-Preis. Herzlichen Glückwunsch! Einige Ergebnisse der Dissertation finden sich auch in einem Aufsatz, den Scott H. Krause in unserem Themenheft »West-Berlin« (ZF 2/2014) gemeinsam mit Stefanie Eisenhuth veröffentlicht hat – siehe hier.

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1977, vor 40 Jahren, war der Terrorismus der Roten Armee Fraktion (RAF) auf dem Höhepunkt – mit der Ermordung des Generalbundesanwalts Siegfried Buback im April, des Bankiers Jürgen Ponto im Juli und des Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer im Oktober. In unserem Archiv finden Sie zur Geschichte der RAF und ihrer Bedeutung für die Bundesrepublik Beiträge von Gisela Diewald-Kerkmann (ZF 2/2008, mit Tondokumenten), Stephan Scheiper (ZF 1-2/2007) und Wolfgang Kraushaar (ZF 2/2004).

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Seit Juni 2017 bieten wir eine erweiterte Suche an: Sie können nicht nur jeweils einzeln nach bestimmten Autorinnen und Autoren, nach Stichworten oder Themen suchen, sondern können thematische, geographische und chronologische Suchkriterien auch miteinander verknüpfen. Weiterhin möglich ist natürlich die Suche nach Heften im Archiv und die Suche in einzelnen Registern (Autoren-, Rubriken-, Schlagwortregister). Für die Rubrik »Neu gelesen« gibt es ein eigenes detailliertes Register.

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Ergänzend zu den Originalbeiträgen der »Zeithistorischen Forschungen« bieten wir inzwischen über 250 »digitale Reprints« an (thematisch passende Aufsätze oder Buchkapitel, die anderswo erschienen sind). Auf dem Dokumentenserver des Zentrums für Zeithistorische Forschung sind diese Texte übersichtlich nachgewiesen, sortiert nach Themen und Ausgaben. Siehe hier.

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Der Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) sowie die Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) haben gemeinsam ein Gutachten zur Nutzung audiovisueller Zeugnisse in der Wissenschaft und den damit verbundenen Urheberrechtsfragen in Auftrag gegeben, das im September 2015 veröffentlicht wurde. Es enthält eine ausführliche Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Situation und ihrer Probleme; gefordert wird die Einführung einer allgemeinen, an den praktischen Bedürfnissen von Forschung und Lehre orientierten Wissenschaftsschranke.

Das Gutachten kann bei der Orientierung in vielen Fragen helfen, die sich auch der Redaktion und den Autorinnen und Autoren dieser Zeitschrift immer wieder stellen. Vor allem aber ist zu hoffen, daß es weite Verbreitung findet, eine Grundlage für weitere Diskussionen liefert und letztlich zu Verbesserungen der gesetzlichen Vorgaben führt.

Mit besten Grüßen der Redaktion und der Herausgeber
Jan-Holger Kirsch