Vorschau

Heft/Issue 2/2017: Offenes Heft/Open Issue
(erscheint vorauss. Ende August)

Beiträge u.a.:

Norman Domeier
Geheime Fotos.
Die Kooperation von Associated Press und NS-Regime (1942–1945)

Jan-Hinnerk Antons
Flucht ins »Dritte Reich«.
Wie Osteuropäer Schutz im NS-Staat suchten (1943–1945)

Rüdiger Bergien
»Big Data« als Vision.
Computereinführung und Organisationswandel in BKA und Staatssicherheit (1967–1989)

Uta G. Poiger
Auf der Suche nach dem wahren Selbst.
Feminismus, Schönheit und Kosmetikindustrie in der Bundesrepublik seit den 1970er-Jahren

Philipp Dorestal
Dressing the Black Body.
Mode, Hairstyle und Schwarzsein in den USA – von den 1970er-Jahren bis zu Barack Obama

Heft/Issue 3/2017: Mobilität und Umwelt/
Mobility and Environment
hg. von/ed. by Christopher Neumaier, Helmuth Trischler, Christopher Kopper

Das Themenheft untersucht die Beziehungen von Mobilität und Umwelt, die damit verbundenen gesellschaftlichen Aushandlungsprozesse und die sich wandelnden Nutzungsweisen von Verkehrsträgern. Im Mittelpunkt stehen vier Themenfelder: Erstens betrachten die Beiträge unterschiedlichste Formen der Raumnutzung – etwa für touristische, wirtschaftliche oder kommunikative Zwecke. Zweitens werden die Akteure in den Blick genommen. Wer nutzte die jeweils verfügbaren Mobilitätsformen in welcher Weise? Wer trieb Infrastrukturprojekte und verkehrstechnische Innovationen voran? Mit welchen Argumenten und Interessen geschah dies? Wie reagierten Nicht-Nutzer auf die Veränderungen? Daran knüpft drittens die Frage an, wie aus den verschiedenen Mobilitätsformen und Deutungen von »Umwelt« spezifische lokale, nationale oder transnationale Identitäten entstanden, wie sie sich in historischer Perspektive wandelten und warum es zu Konflikten kam. Viertens werden die ökologischen Folgen von Mobilität betrachtet – wie Lärmbelästigungen und Luftverschmutzungen. Konkretisiert werden diese systematischen Aspekte unter anderem durch Fallstudien zur ökologischen Seite des Spanien-Tourismus, zum Flughafenausbau in Kanada während der 1960er-/1970er-Jahre, zum Stellenwert von Zweirädern für die chinesische Massenmobilität seit 1949 und zum Funktionswandel der Straße in Rio de Janeiro während des frühen 20. Jahrhunderts. In deutsch-amerikanischer Perspektive wird es um die Werbung für Autos und Flugreisen während der 1970er-/1980er-Jahre gehen. Manche Vorannahmen, Konfliktlinien und Zukunftsperspektiven des 20. Jahrhunderts mögen inzwischen überholt erscheinen, doch weist ihre Historisierung auch auf Grundsatzfragen mobiler Gesellschaften hin, die gerade in ökologischer Perspektive im 21. Jahrhundert noch an Aktualität gewonnen haben.